Unser Haus

Das Verlassen der "eigenen Vier Wände" ist für jeden Menschen eine große Umstellung. Deshalb ist es umso wichtiger, dass auch in einer neuen Umgebung Gewohnheiten beibehalten werden können und die selbstständige Strukturierung des Tagesablaufes gefördert wird.

In der stationären Pflege müssen die Vorlieben und Wünsche der Bewohner akzeptiert und berücksichtigt werden. Unsere Arbeit gründet daher auf einer verständnisvollen, aktivierenden Betreuung und auf einer auf die individuellen Bedürfnisse der Bewohner abgestimmten Pflege. Ebenso sind ein umfangreiches Beschäftigungsangebot, qualifiziertes Fachpersonal und die permanente Fort- und Weiterbildung im pflegewissenschaftlichen Bereich bedeutsame Pfeiler unserer Arbeit.

Ausstattung

Unser Haus bietet pflegebedürftigen Menschen aller Pflegestufen in 32 Einzelzimmern und 34 Zweibettzimmern auf 4 Wohnbereichen ein neues und komfortables Zuhause. Die Zimmer sind 19-24 qm² groß und mit dem für eine Pflege notwendigen Mobiliar ausgestattet. Die seniorengerechte und barrierefreie Gestaltung der Zimmer ist modern und freundlich. Eine Möblierung des Zimmers mit Kleinmöbeln und persönlichen Gegenständen durch die Bewohner ist erwünscht.

Alle persönlichen Räume sind mit einem Anschluss für Telefon und Fernsehgerät sowie mit einer Notrufanlage ausgestattet. Zu jedem Zimmer gehört ein großzügiger Sanitärbereich mit Dusche und WC, der durch ein zentrales Pflegebad mit Hubwanne und Badelifter auf jeder Etage ergänzt wird.

Helle, liebevoll gestaltete Aufenthaltsräume ermöglichen und fördern das Erleben von Gemeinschaft und schaffen ein Ambiente, in dem sich die Bewohner "wie zu Hause" fühlen können.

Leistungen

Unser Seniorenwohnsitz liegt mit seinem großen Garten und der Terrasse direkt am Kammerforst, der mit seinen vielen Wanderwegen jederzeit Bewohner und Angehörige zu Spaziergängen einlädt. In unserem Haus gibt es keine Besuchszeiten. Ziel unserer Angehörigenarbeit ist es, bestehende soziale Kontakte der Bewohner zu erhalten und Angehörige in allen die Bewohner betreffenden Fragen zu beraten.

Pflege

Unsere Pflege wird von gut ausgebildeten Fach- und Pflegehilfskräften ausgeführt. Das Ziel unseres umfangreichen Beschäftigungsangebotes ist es, vorhandene Fähigkeiten zu aktivieren und/oder verloren gegangene Fähigkeiten wieder zu aktivieren und weiter zu entwickeln.

Aktivitäten

Für von Beschäftigungstherapeuten angebotene Aktivitäten wie Seniorengymnastik, Realitäts-, Orientierungs- und Gedächtnistraining, Gesprächs- und Gesangsgruppen sowie für die Foerderung von Gestaltungsaktivitäten stehen unseren Bewohnern zwei kreativ gestaltete Aktivitätsräume zur Verfügung.

Verpflegung

Das Essen wird in der hauseigenen Küche zubereitet. Neben der Vollkost werden bei Bedarf auch Sonderkostformen wie Diabetes-, Schon- oder pürierte Kost angeboten. Außerhalb der festgelegten Essenszeiten wird jedem Bewohner rund um die Uhr bei Bedarf etwas zu Essen bereitgestellt. Die Bewohner entscheiden selbst, ob Sie im Speisesaal, der durch seinen antiken Stil und hohe, verzierte Decken beeindruckt, oder auf ihrem Zimmer essen möchten.

Glaube

Wenn der Prophet nicht mehr zum Berg kommt, kommt der Berg selbstredend zum Propheten: Uns ist es wichtig, dass alle Bewohner ihre individuellen Glaubensvorstellungen ausleben können. Unsere Einrichtung arbeitet eng mit der Kirchengemeinde Treben zusammen, ausserdem lädt der Gemeindepfarrer regelmäßig zum Gottesdienst in unserem Hause ein.

Wohngruppen

Menschen mit Demenz verlieren nicht ihre Persönlichkeit, sondern diese Persönlichkeit verbirgt sich oder versinkt." Cora von Kooij

Wir Pflegenden wissen, dass die Pflege und Betreuung von Menschen, die an Demenz erkrankt sind, zu den schwierigsten und wichtigsten Aufgaben in der Altenpflege gehört. Für den Umgang mit dementen Menschen gibt es kein Patentrezept. Aber es gibt Erfahrungswerte, die uns und den erkrankten Personen helfen, ihrer Situation am ehesten gerecht zu werden. Demente Menschen brauchen Nähe, Ansprache, Berührung, Geborgenheit und viel Zuwendung. Sie brauchen Stimulation durch Bewegung und Raum , Geräusche, Stimmen und Gerüche. Vor allem brauchen sie das Gefühl "etwas zu tun" zu haben.

Mit dem Ziel der Gewinnung von mehr Lebensqualität haben wir eine Wohngruppe für an Demenz erkrankte Personen eingerichtet. Ein offenes, übersichtliches und warmes Ambiente und Möbelstücke, die Erinnerungen wecken, schaffen ein Umfeld, in denen sich demente Menschen wohl und sicher fühlen können und welches viel Freiraum für ihre individuellen Bedürfnisse zulässt. Wichtig ist uns, dass den Fähigkeiten und Defiziten der Bewohner Rechnung getragen wird. Auch eine Gruppengröße von nie mehr als zwölf Bewohnern und die Tatsache, dass jede/r Bewohner/in eine Bezugsperson im Pflegeteam hat, tragen dazu bei, Vertrautheit, Geborgenheit und Nähe zwischen Bewohnern der Hausgemeinschaft und den Pflegenden zu schaffen.

Chronik

1905 - 1908

Der Seniorenwohnsitz Plottendorf hat eine lange Tradition. Das heute denkmalgeschützte Gebäude entsteht in der Zeit von 1905 bis 1908. Eine Spende des Herzogs Ernst I. schafft die Vorraussetzung für den Bau eines großzügigen Altenheimes.

1944

In der Kriegszeit wird das Altenheim für kurze Zeit zum Lazarett. Nach Ende des Krieges, im Spätherbst 1945, wird die Einrichtung zu einer Heilstätte für Tuberkuloseerkrankte.

1966

Die Einrichtung öffnet seine Pforten erneut als Pflegeeinrichtung mit 158 Betten. Da diese Belegung die Kapazität des Hauses überschreitet, wird die Bettzahl in den darauf folgenden Jahren auf 120 reduziert.

1995

Die Einrichtung wird aus staatlichem Besitz in private Hände übergeben.

1999

Die Übernahme des Seniorenwohnsitzes durch Gesellschafter ermöglicht eine grundlegende Modernisierung des Hauses. Am 18. Juni 1999 wird der Grundstein für den Umbau des Altbaus sowie einem stilgerechten Anbau gelegt.

2001

Im Sommer 2001 werden die Bauarbeiten abgeschlossen. Seitdem erfreuen sich die 100 Bewohner an großen, wohnlichen und behaglichen Zimmern sowie an einer Ausstattung, die eine ganzheitliche, qualitativ hochwertige und persönliche Pflege ermöglicht.